Gärtnerhof GmbH - Galabau Berlin, Experten für Gartenbau, Gartenpflege, Baumpflege und Gartenplanung

präsentiert am
7. + 8. April 2018
9 bis 18 Uhr
den Berliner Staudenmarkt
im Botanischen Garten
Berlin-Dahlem

Nächste Termine:
7. + 8. April 2018
1. + 2. September 2018
 
Eintrittspreise wie Botanischer Garten

Botanischer Garten Berlin - Dahlem arteFakt Bio Company Märkisches Landbrot Baumschulen Ewald Fischer BUND Berlin taz - die tageszeitung Radio Berlin 88,8
Blüten ohne Plastiktüten
 

Aktion Blüten in Mehrwegtüten

Blüten in Mehrwegtüten – Einweg kostet!

Bringen Sie bitte Ihre Transportbehältnisse mit. Unsere Anbieter sind angewiesen, Einwegtüten nur noch kostenpflichtig abzugeben.

Keine eigene Tasche mitgebracht?

Holen Sie sich ein Taschen-NUGGET an unseren Infoständen an den Eingängen oder am Infomobil. Das NUGGET können Sie am Stand 45 der BIO COMPANY gegen eine Mehrwegtasche für Ihren Pflanzeneinkauf eintauschen.

Für diese Aktion spendiert die BIO COMPANY 2x100 Mehrweg-Taschen im Wert von 500 Euro - solange der Vorrat reicht!


DUH: Kein Ende der Plastiktütenflut in Sicht

Trotz der vor einem Jahr in Kraft getretenen, freiwilligen Selbstverpflichtung des Handels zur kostenpflichtigen Herausgabe von Plastiktüten, gibt es sie immer noch: die kostenlose Plastiktüte an deutschen Ladenkassen.

Eine EU-Richtlinie verpflichtet die deutsche Bundesregierung, den Verbrauch von Plastiktüten deutlich zu reduzieren. Ab 2020 soll der Verbrauch auf 90 Plastiktüten und ab 2026 auf 40 Stück pro Einwohner und Jahr gesenkt werden. Nach den letzten offiziell veröffentlichten Zahlen zum Plastiktütenverbrauch, werden in Deutschland pro Kopf und Jahr 71 Plastiktüten verbraucht. In anderen europäischen Ländern sind es deutlich weniger: In Luxemburg 20, Irland 16, Dänemark sowie Finnland nur vier Tüten pro Kopf und Jahr. Die Herstellung von Plastiktüten verbraucht große Mengen begrenzt vorhandenen Rohöls, belastet das Klima, verschmutzt die Umwelt und gefährdet Lebewesen in Gewässern.

Deutschland verabschiedet sich von seiner Vorbildrolle beim Umweltschutz
Während andere EU-Staaten konsequent die Plastiktütenflut eindämmen, hat sich das Angebot von Plastiktüten an deutschen Ladenkassen nicht ausreichend verringert. Grund hierfür ist der gewählte Weg einer unverbindlichen Selbstverpflichtung. Sie bedeutet, dass jeder einzelne Händler frei entscheiden kann, ob die Plastiktüte etwas kostet oder nicht. Sanktionen für die kostenlose Herausgabe gibt es nicht – obwohl gerade diese der Umwelt ganz besonders schadet. 

Nachbarländer haben längst eine Abgabe auf Plastiktüten
In der Praxis werden viele Tüten immer noch kostenlos oder für nur 10 Cent herausgegeben. Dieser Betrag ist jedoch zu niedrig, um die Nutzung von Plastiktüten entscheidend zu senken. Wie es geht, machen Nachbarländer wie Irland vor: Hier hat eine verpflichtende Abgabe von 22 Cent pro Tüte zu einem Absinken des Verbrauchs von 328 auf nur noch 16 Stück pro Kopf und Jahr geführt. Um das Umweltproblem Plastiktüte endgültig und vor allem schnell zu beenden, fordert die DUH von Bundesumweltministerin Hendricks die Einführung einer bundesweiten Plastiktütenabgabe in Höhe von mindestens 22 Cent nach dem irischen Vorbild.

Abgabe von 22 Cent je Tüte muss kommen!
Recherchen der DUH ergaben, dass von der Selbstverpflichtung lediglich Unternehmen umfasst sind, die zusammen 40 Prozent der Plastiktüten in Deutschland in Verkehr bringen. Zudem verbleibt das eingenommene Geld aus dem Verkauf der Plastiktüten bei den Händlern, die damit den Neueinkauf von Plastiktüten refinanzieren können. Somit bleiben Plastiktüten weiterhin ein attraktives Werbemittel. Eine von der DUH geforderte Abgabe von 22 Cent auf jede Tüte hingegen hieße, das Geld könnte für Projekte zum Umweltschutz und zur Abfallvermeidung durch öffentliche Naturschutzstiftungen verwendet werden. Dadurch würde das Angebot von Plastiktüten für den Handel vollkommen unattraktiv. Zudem wäre eine Abgabe für alle Händler in Deutschland und nicht nur für die Mitglieder des Verbandes HDE verpflichtend.

Quelle: Deutsche Umwelthilfe 2017


„Liebe Organisatoren des Berliner Staudenmarkts, als Vertreter des BUND Berlin e.V. an dieser Stelle ein ausdrückliches Lob für Ihre Kampagne "Blüten in Mehrwegtüten". Wir als BUND begrüßen es außerordentlich, dass Sie das Thema seit einiger Zeit stärker auf dem Schirm haben und das zum diesjährigen Frühjahrsmarkt in Richtung Aussteller auch nochmal offensiver angehen.
Vielen Dank dafür!

Viele Grüße, Thorsten Edler, BUND


Staudenmarkt-Gäste und Anbieter wissen es seit vielen Jahren: Als Veranstalter der Berliner Staudenmärkte haben wir zahlreiche Aktionen gestartet, um das Aufkommen an Einwegtüten auf den Märkten einzudämmen: Informationsstände, Alternativangebote, Fotoausstellung, Mehrweg-Parcours und vieles mehr. Nun folgt der nächste Schritt:

Alle Anbieter geben Einwegtüten nur noch kostenpflichtig ab.

Das beste Mittel ist noch immer: Bringen Sie Ihre eigenen, mehrfach zu nutzenden Behältnisse mit. Diese Bitte haben die Besucher bisher mit viel Engagement und Einfallsreichtum umgesetzt. Weiter so! Für den Notfall halten wir Second-Hand-Tüten an den Infoständen an den Eingängen bereit.

Auch dies kann nur ein Zwischenschritt sein; denn das Ziel muss lauten: Verbot für die Einmal-Plastik-Tüte. Allein in Berlin werden noch immer jährlich 266 Millionen Plastiktüten genutzt. Einweg-Plastiktüten schaden dem Klima und vergeuden große Mengen an Rohstoffen.

Übrigens: Laut Deutscher Umwelthilfe ist die beste Alternative unter den handelsüblichen Tüten und Taschen die Mehrweg-Tragetasche aus recyceltem Kunststoff – natürlich nur, wenn sie auch mehrfach genutzt wird. Einwegtüten aus biologisch abbaubaren Kunststoffen belasten die Umwelt besonders stark, da sie aufwändig aus Naturpflanzen hergestellt und in der Regel weder recycelt noch kompostiert werden.

Darüberhinaus gibt es weitere Bereiche, in denen Mehrweg auf dem Staudenmarkt eine Rolle spielt. Zum Beispiel Blumentöpfe oder auch Kaffeebecher. Mehr dazu unten.

Weg mit der Tüte!

Welche gesetzlichen Vorgaben die Bundesrepublik Deutschland zur Eindämmung des Plastiktüten-Verbrauchs machen will, ist noch unklar. Die Deutsche Umwelthilfe gibt derweil klare Empfehlungen, denen wir uns anschließen:

Einweg no go!
Oberste Regel: Einweg-Tüten aus Plastik, Papier oder biologisch abbaubaren Kunststoffen sollten generell nicht benutzt werden - und dabei ist es auch ziemlich egal, ob die Tüte aus recyceltem oder neuem Material hergestellt ist. Also: In der Bewertung der Umweltfreundlichkeit sollte generell auf jegliche Einwegtüte verzichtet werden.

Mehrweg aus Recyclingmaterial top!
Stabile Mehrwegtaschen hingegen - am besten aus recyceltem Kunststoff - hingegen, die problemlos hundert Mal wiederverwendet werden - sind top und liegen auch noch vor Mehrwegtaschen aus Neumaterial (Kunststoff und Naturfaser).

Finger weg von biologisch abbaubar
Biologisch abbaubare Einweg-Plastiktüten belasten die Umwelt besonders stark, denn sie werden aufwändig aus Nutzpflanzen hergestellt und in der Regel weder recycelt noch kompostiert. Papiertüten sind auch keine Alternative, da so gut wie immer nur einmal benutzt und damit als Einweg-Tüte nicht umweltfreundlich. FAZIT: Die empfohlene Variante der DUH, die Mehrweg-Tasche aus recyceltem Kunststoff, die dann auch tatsächlich vielfach benutzt wird, ist unsere derzeitige Lösung für den Staudenmarkt; denn in diesen Tüten können auch feuchte, relativ große Pflanzen nach Hause getragen werden. Aber auch Tragetaschen aus Neumaterial sind ok, je öfter sie benutzt werden, umso besser.

mehr unter: www.kommtnichtindietuete.de
und an unseren Info-Ständen und Secondhandtüten-Sammelstellen.

Blumentöpfe recyceln
Das Thema „Rückgabe von Blumentöpfen aus Kunststoff” taucht immer wieder bei Kunden oder Besuchen auf. Eine professionelle Lösung des Problems scheint aber noch nicht in Sichtweite. Die Wiederverwendung von Töpfen und Containern ist im Erwerbsgartenbau nicht möglich, da damit auch Krankheiten und Unkrautsamen unkontrollierbar verbreitet werden würden. Ein Verfahren zur Desinfektion ist ökologisch und ökonomisch nicht rentabel. Daher empfiehlt es sich, die Töpfe in die Recyclingtonne zu geben, auf dass daraus wieder Töpfe werden können. Eine Alternative sind kompostierbare Pflanztöpfe.

Kaffeebecher mitbringen?
Auch das Thema „Kaffee to go-Becher mit Plastikdeckeln” wird derzeit stark diskutiert. Diverse Hygiene-Bestimmungen und Vorgaben machen es uns noch schwer, auf dem Staudenmarkt eine klare Vorgabe für unsere Besucher und Caterer zu machen. Unter welchen Umständen dürfen mitgebrachte Mehrwegbecher am Kaffeestand befüllt werden? Dazu die DUH mit ihrer Aktion „Becherheld”: „Die Lebensmittelhygieneverordnung verbietet die Wiederbefüllung mitgebrachter Mehrwegbecher nicht. Wenn mitgebrachte Becher wiederbefüllt werden, sollten die Mitarbeiter in Cafés eine Sichtkontrolle durchführen, Hygienehandschuhe tragen und den Becher ohne eine Berührung des Abfüllstutzens befüllen. Dann sind mitgebrachte Mehrwegbecher völlig unproblematisch.” mehr unter: www.duh.de

Keine Deckel!!
Für den Fall, dass Sie Plastikbecher am Kaffee-Stand verlangen, sind unsere Caterer angewiesen, KEINE DECKEL mitzuliefern. Zur Reduktion des Abfallvolumens haben wir Becher-Ständer aufgestellt. Ziel ist es jedoch, dass auf dem Staudenmarkt keine Einwegbecher - mit oder ohne Deckel - mehr benutzt werden sollen. Wir arbeiten an einer Lösung, die für alle Seiten kompatibel ist. Helfen Sie mit!